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Kontroverse CWL hat viele Jahre lang mit Jugendlichen gearbeitet. Durch seine hellseherischen Fähigkeiten war er in der Lage, den Schaden zu erkennen, den einige Jungen in ihrem Astralkörper erlitten, weil sie kein Ventil für den intensiven Druck ihrer erwachenden Sexualität hatten. Um zu verhindern, dass sie zu Prostituierten gehen mussten, brachte er vier Jungen bei, wie sie durch Masturbation Linderung finden konnten. Im viktorianischen Bürgertum von 1906 galt Selbstbefriedigung jedoch als höchst verwerflich. Dementsprechend groß war der Skandal, als der Vorfall publik wurde, und seine Neider nutzten die Gelegenheit, um alle möglichen anderen Anschuldigungen vorzubringen. Die Angelegenheit kam sogar vor Gericht, aber da alle Anschuldigungen falsch waren, wurde er von allen Vorwürfen freigesprochen. Obwohl sein guter Ruf unter der Affäre litt und er sich sogar genötigt sah, die Theosophische Gesellschaft zu verlassen, um ihren Ruf zu wahren, ertrug er alles mit bemerkenswerter Gelassenheit. Später wurde er vollständig rehabilitiert und konnte der Gesellschaft wieder beitreten. |
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Wenn Sie Englisch verstehen und an den Einzelheiten interessiert sind, empfehle ich Ihnen das Buch CWL speaks von Pedro Oliveira. Es gibt sogar eine kostenlose Online-Ausgabe des Buches auf seiner Website. Hier sind zu dem Thema drei Stellungnahmen von Personen, die Leadbeater gut kannten: |
George Sydney Arundale |
George Sydney Arundale, ein späterer Präsident der Theosophischen Gesellschaft, wurde als Kind von ihm ausgebildet. Hier ist ein Auszug aus seiner Autobiografie, in der er sich über den Charakter von CWL äußert, den er ja aus jahrelanger eigener Erfahrung kannte: "Ich bin dankbar, dass ich in diesen späteren und anspruchsvolleren Jahren meine Ausbildung bei C. W. Leadbeater wieder aufnehmen konnte. Damals lernte ich seine Größe kennen, seine Bescheidenheit, seine ständige Fröhlichkeit, seine beständige, unerwiderte Zuneigung und seine völlige Gleichgültigkeit und völlige Abwesenheit von Groll gegenüber der Flut der Verfolgung, die ihn durch die Machenschaften derer überrollte, die in engstirniger, kalter Selbstgerechtigkeit versunken waren. Mein Blut kochte damals und es kocht noch heute, wenn ich daran denke, wie die modernen Gegenstücke der mittelalterlichen Inquisition ihn mit ihren durch und durch bösen Unterstellungen überfielen, die natürlich ebenso falsch waren wie die Natur derer, die sie verbreiteten. C. W. Leadbeater war ein sehr edler, sehr weiser und sehr heiliger Mann, und er wurde aus genau denselben Gründen gekreuzigt wie unser Herr – seine Größe, die Tatsache, dass er unendlich über all seinen Mitmenschen thronte, war für die Pygmäen, die ihn auf ihr eigenes vulgäres und widerwärtiges Niveau herabzudrücken versuchten, unerträglich. Aber genug davon. Er blieb von dem Schmutz, mit dem sie ihn bespritzen wollten, unberührt, und sie werden zu gegebener Zeit ihre Strafe erhalten." |
C. Jinarajadasa |
C. Jinarajadasa, der ebenfalls später Präsident der Theosophischen Gesellschaft wurde, hat in seinen Schriften mehrfach betont, dass Charles Webster Leadbeater sich ihm gegenüber während ihrer gemeinsamen Zeit als Kind stets korrekt und moralisch einwandfrei verhalten hat. Jinarajadasa lebte von etwa 1889 bis 1894 mit Leadbeater in England auf engstem Raum zusammen, als dieser ihn und den Sohn von Alfred Sinnett unterrichtete. "Während der Jahre, in denen ich in engem Kontakt mit C.W. Leadbeater lebte, erlebte ich ihn stets als moralisch aufrecht und völlig korrekt. Ich wurde niemals Zeuge irgendeines Verhaltens, das auch nur im Entferntesten unangemessen gewesen wäre. Seine Aufrichtigkeit und Integrität waren in all diesen Jahren unerschütterlich.“ "Er lehrte uns nicht nur geistige und okkulte Prinzipien, sondern tat dies mit einer Sorgfalt und Reinheit, die Vertrauen und Sicherheit vermittelte. Nie habe ich das Gefühl gehabt, dass er seine Autorität missbraucht.“ – C. Jinarajadasa, persönliche Erinnerungen & Kommentar zu The K.H. Letters to C.W. Leadbeater, 1941 |
Russell Balfour-Clarke |
Russell "Dick" Balfour-Clarke war von 1909-1914 und von 1924 bis zu CWLs Tod im Jahr 1934 eng mit ihm verbunden. Aufgrund der anhaltenden Anschuldigungen gegen CWL hat er 1976 als alter Mann noch ein schriftliches Zeugnis über dessen Integrität abgelegt. Er schrieb folgendes: "Ich bin 91 Jahre alt und einer der wenigen noch lebenden Menschen, die Oberst Olcott, A.B. und C.W.L. an diesem 2. Juni 1976 gekannt haben, und bevor ich sterbe, muss ich zu Protokoll geben, dass ich mir seit meiner frühen Kindheit im Internat und danach der verschiedenen sexuellen Vorgänge, die zwischen Jungen und Jungen, Männern und Jungen, Mädchen und Mädchen sowie zwischen Männern und Frauen vorkommen können, voll bewusst bin und dass ich in dieser Hinsicht keine jungfräuliche Unschuld bin und daher nicht leicht getäuscht werden konnte. Ich stelle daher fest, dass ich während meiner langen und engen Zusammenarbeit mit C. W. L. in Indien, Australien und dem Vereinigten Königreich und mit all den jungen Menschen, die in seine Obhut gegeben wurden, nie etwas gesehen oder gehört habe, was die lügnerischen Unterstellungen von Frau Katherin [sic] Tingley und vielen anderen, von denen einige ihn nie getroffen haben, stützen würde. Ich empfand seinen Einfluss immer als eine Ermutigung zur Selbstbeherrschung und zur Freiheit von jeglicher Art von Sinnlichkeit. Krishnamurti, sein Bruder und andere Jungen, die unter der Obhut und Anleitung von C.W.L. standen, haben bei der Polizei von Sydney, Australien, Erklärungen unterschrieben, die den gleichen Effekt haben, wie Mary Lutyens in ihrem Buch „The Years of Awakening, Krishnamurti“ schreibt." |
